Feldstudie, 2020

Fotografie und digitale Konstruktion, 550 x 410 mm

Ein Blick auf ein offenes Feld, vertrocknete Kukuruz-Halme liegen wie Mikado-Stäbe im Durcheinander. Frische Blätter wachsen durch das Dickicht in die Höhe. Dunkel heranziehende Wolken ziehen sich zusammen. Ungewöhnlich dysfunktionale Formen fordern die Statik heraus. Mehrere Ebenen stapeln sich imaginär übereinander und geben den Blick in unterschiedliche Richtungen frei.

Ein modellhafter Entwurf mit massiven Holzwänden, eine architektonische Struktur, die von monokulturellen Maispflanzen umwuchert wird, stellt Fragen nach der Nachhaltigkeit von Materialien. Holz speichert Kohlendioxid und reduziert damit den Ausstoß zusätzlicher Gase. Mais, als ein weit verbreitetes Nahrungsmittel, findet auch als Rohstoff für bio-basierte Kunststoffe eine Anwendung. Die Versiegelung von Flächen schreitet voran. Eine ungebaute Architektur hat zumindest geringe Auswirkungen auf den Klimawandel.

Fotografie und digitale Konstruktion, 550 x 410 mm, Pigmentdruck auf Baryt Papier
Detailzeichnung auf Papier, 100 x 100 mm

Kultur braucht Kunst, Gruppenausstellung, Schlossmuseum, Linz, 26.06.-04.10.2020 / Common Ground, maybe 100 more, Erik Hable, Salzburger Kunstverein, 23.07.-20.09.2020